Stimmen aus der Vergangenheit

Neulich durchforstete ich ältere Dateien auf meinem Computer und stieß dabei zufällig auf meine verschollen geglaubten Frühwerke, die ich mit zarten 12 Jahren schrieb. Hier sind ein paar Auszüge:

»Er sah sein Leben vor seinem Auge Revue passieren. Es war wie im Kino. Dabei vergaß er, dass er aus dem dreizehnten Stock stürzte. Plötzlich erfasste ihn ein Ruck. Dann ein harter Aufprall. Seine Wirbelsäule krümmte sich. Mit schmerzverzerrtem Gesicht blickte er um sich. Er lag auf etwas Hartem. Es fühlte sich an wie Metall. Bevor er sich genauer umsehen konnte, fiel er durch eine Klappe im Dach. Er landete auf einem bequemen Ledersitz.« – Jonathan Blockwood (2010) »Der siebte Saal im ersten Stock war der Woolf-Saal, der nach der prominenten Schriftstellerin Virginia Woolf benannt worden war. Nach einigem Suchen fand er schlussendlich den Woolf-Saal. Er blickte über die geschwungene Brüstung. Er war nicht alleine. Ein dunkler Schatten spukte in der Nähe der Bücher umher. Von einem auf den anderen Moment war er jedoch schon wieder verschwunden. Nicholas atmete tief durch und schritt die knarzende Wendeltreppe herunter. Unerwartet griff eine schwarze Hand nach seinen Schultern und stieß ihn nach unten.« – Nicholas Bingham (2010) „Jake?“, fragte eine Stimme, in ihr lag Panik. Jake Starlake blickte von seinem Buch auf: „Wir müssen fahren!“, rief sie, „Aber…“, er konnte seinen Satz nicht beenden: „Pack deine Sachen, wir fahren in 10 Minuten!“, hektische Schritte entfernten sich. Jake war wie paralysiert. Abwesend schmiss er seine sieben Sachen in einen Koffer. Auch seinen Teddybär: Luke. Der Mond schien hell in die Nacht und tauchte Jakes Zimmer in gleißendes Licht. Geschwind war er fertig und hastete aus seinem Raum. Ein Mann im Smoking wartete auf ihn. Hinter ihm stürmten zwei weitere Gestalten den Absatz entlang. „Komm, Jake!“, rief die eine. – Jake Starlake (2010)

Offen gestanden war 2010 für lange Zeit mein produktivstes Jahr, anschließend gelangte ich stets nur zu vorläufigen Manuskripten und unvollendeten Entwürfen. Dies änderte sich erst fast 3 Jahre später mit »Septembermord«.

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