Die moderne Tragödie

Die moderne Tragödie

Bereits in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts verkündete der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker »Uns kommt nur noch die Komödie« bei, die antiken Tragödien hätten ausgedient und die Komödie sei die einzige Möglichkeit, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Die klassischen Tragödien der Griechen stellten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit eigenen Mythen dar und bedient sich historischer Vorbilder und sind laut Dürrenmatt »ohne Einfall«. Die Tragödie überwinde Distanz, die Komödie schaffe sie. Schuld und echte Verantwortung fänden sich nur in einer »gestalteten Welt«. Die heutige Welt dagegen hätte die persönliche »Schuld« in eine »kollektive Schuld« verwandelt (Hier spielt Dürrenmatt auf die Nachkriegszeit an). – Zitiert und bearbeitet aus: Friedrich Dürrenmatt. Theater. Diogenes Verlag.

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7 ungewöhnliche #Tipps zum Schreiben eines Buchs

Selbstzweifel sind die Laster eines jeden Schriftstellers. Ich bemerkte, dass ohne Zweifel das Schaffen von Kunst nicht möglich sei. Die größte Schwierigkeit für mich war es aber stets, eine Geschichte zu finden. Nicht notwendigerweise zu erfinden. – Aus dem Nachwort von „Das Feuer des Himmels“ 

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Hypotaxe oder Parataxe?


An dieser Frage scheiden sich regelmäßig die Geister. Wie keine andere Stilfrage in der Literatur beschäftigt sie die Gemüter seit Jahrhunderten, bewerfen sich die Vertreter der jeweiligen Positionen mit intellektuellen Torten.

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Wie lassen sich Emotionen in Sprache ausdrücken?


Bevor sich obige Frage beantworten lässt, muss einigermaßen definiert werden, was man unter Emotionen versteht. Emotionen sind Empfindungen nicht nur sinnlicher, sondern auch visueller oder auditiver Natur. Emotionen rufen Erinnerungen an Ereignisse hervor, an denen man Vergleichbares bereits erlebt hat. Natürlich funktioniert es auch umgekehrt, Erinnerungen lösen Emotionen aus. Um also ein bestimmtes Gefühl in einem Leser zu wecken, muss dessen Erinnerung stimuliert werden. Bei der Vielzahl an Lesern, mit denen man es zu tun hat, ist dies jedoch kaum möglich. Begriffe selbst müssen verallgemeinert und es muss überlegt werden, welches Wort bringt im Durchschnitt welche Emotion hervor.

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