Die moderne Tragödie

Die moderne Tragödie

Bereits in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts verkündete der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker »Uns kommt nur noch die Komödie« bei, die antiken Tragödien hätten ausgedient und die Komödie sei die einzige Möglichkeit, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Die klassischen Tragödien der Griechen stellten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit eigenen Mythen dar und bedient sich historischer Vorbilder und sind laut Dürrenmatt »ohne Einfall«. Die Tragödie überwinde Distanz, die Komödie schaffe sie. Schuld und echte Verantwortung fänden sich nur in einer »gestalteten Welt«. Die heutige Welt dagegen hätte die persönliche »Schuld« in eine »kollektive Schuld« verwandelt (Hier spielt Dürrenmatt auf die Nachkriegszeit an). – Zitiert und bearbeitet aus: Friedrich Dürrenmatt. Theater. Diogenes Verlag.

„Die moderne Tragödie“ weiterlesen