Paragons of Awkwardness #5

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Das Restaurant

In meiner Wohnung konnte es im Herbst ziemlich kalt werden. Die Zentralheizung tat nur selten ihren Dienst und dann auch noch antizyklisch: Ich Sommer war es meist zu warm, um sich dort aufzuhalten und im Winter froren selbst Eisbären. Vor einiger Zeit hatte ich in einem Fitnessstudio in einem ehrgeizigen Wettkampf einen Koloss besiegt und seine damalige Freundin hatte ihre Beziehung auf »terminiert« umgestellt. Sie hatte mir ihre Nummer gegeben und wir standen in regem Kontakt. Was mir nur manchmal wunderte war, dass meine Geschenke per Brieftaube nie ankamen, geschweigedenn meine Telegramme, wenn ich einmal keinen Empfang hatte. Aber mit diesen Wirkungen musste ich leben. Eines Abends lud ich sie zu mir ein, ich hatte für den späteren Abend einen Tisch in einem sehr guten Restaurant reserviert, das mir einer meiner Freunde empfohlen hatte. Ich dachte, ich könnte seinem Urteil trauen.

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#1 Paragons of Awkwardness

Unser Handeln ist im Grundlegenden merkwürdig

Wer kennt sie nicht? Die Situationen, in denen man sich am liebsten an einen anderen Ort wünscht oder hofft, in einer Luke im Boden versinken zu können. Doch tatsächlich gibt es im Deutschen keinen ausreichenden Ausdruck, um diese Empfindung zu beschreiben. Im Englischen existiert hierfür der Begriff „Awkward“, der eine peinlich-eigenartige Situation beschreibt. In den nächsten Wochen soll immer am Mittwoch ein „Beispiel von Merkwürdigkeit – Paragon of Awkwardness“ erscheinen, das verschiedene Situationen unter die Lupe nimmt und beschreibt.

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