Paragons of Awkwardness #6 – In die gleiche Richtung loslaufen

VI


Nach Verabschiedung in die gleiche Richtung laufen

Schon seit einiger Zeit geriet ich vermehrt in Situationen, die zwar seltsam, aber keineswegs mehr »awkward« im eigentlichen Sinne waren. Aber dennoch sind diese Situationen längst nicht aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwunden. Sie verbergen sich in den Abgründen des Alltags, sind meist nur von kurzer Dauer, entfalten ihre Wirkung aber sofort und mit besonderer Heftigkeit.

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Paragons of Awkwardness #5

V


Das Restaurant

In meiner Wohnung konnte es im Herbst ziemlich kalt werden. Die Zentralheizung tat nur selten ihren Dienst und dann auch noch antizyklisch: Ich Sommer war es meist zu warm, um sich dort aufzuhalten und im Winter froren selbst Eisbären. Vor einiger Zeit hatte ich in einem Fitnessstudio in einem ehrgeizigen Wettkampf einen Koloss besiegt und seine damalige Freundin hatte ihre Beziehung auf »terminiert« umgestellt. Sie hatte mir ihre Nummer gegeben und wir standen in regem Kontakt. Was mir nur manchmal wunderte war, dass meine Geschenke per Brieftaube nie ankamen, geschweigedenn meine Telegramme, wenn ich einmal keinen Empfang hatte. Aber mit diesen Wirkungen musste ich leben. Eines Abends lud ich sie zu mir ein, ich hatte für den späteren Abend einen Tisch in einem sehr guten Restaurant reserviert, das mir einer meiner Freunde empfohlen hatte. Ich dachte, ich könnte seinem Urteil trauen.

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Bchustabnegreihct

Ich fgrae mcih imemr, ob Rcehtshcrebinug für Txete so wchiitg ist. Dnen mietsens ekrnent man acuh so, was der Aotur sgaen mcöhte. Alerldnigs ist das rcichtgie Shceirben in usnerer Gselslcahft enie Knotenvion, onhe die die Kmomuntikaion eormn shcwer wräe. Wnen jdeer so shceibren wrüde wie ich jeztt, dnan gbäe es nur ncoh Choas. Acuh hbae ich scohn in dseeim Monemt Shcriewrigkieten deisen Txet zu vrefsasen, da die Aotukrroketur stndäig mienen Txet breihctigt.  Veilliecht stcket in deeism Wrek aebr enie gheeime Btochsfat, zu eniem Shctaz veilliecht?

Ich stllee mir greade vor, wie ihc huete afuwchae und nur ncho so dneken knönte, ich gauble, ich wrüde whansninig. Jtetz msus ich areb esrt mal wsa fürhsütkcen, veilchen eienn Bchustbaneslaat.

Ncilas Ferdreic Sutrm

Paragons of Awkwardness #2

II

Sämtliche Ereignisse sind fiktiv und entspringen der Fantasie des Autors

Normalerweise bin ich selbst kein großer Partygänger, ganz im Gegenteil, auch wenn das nicht dem Vorurteil über meine Generation entspricht. Doch manchmal bin auch ich einer guten »Festivität« gegenüber nicht abgeneigt. Nur wenn sich die folgenden Ereignisse abspielen, bin nicht nur ich es, der an seinem Verstand zweifelt…

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#1 Paragons of Awkwardness

Unser Handeln ist im Grundlegenden merkwürdig

Wer kennt sie nicht? Die Situationen, in denen man sich am liebsten an einen anderen Ort wünscht oder hofft, in einer Luke im Boden versinken zu können. Doch tatsächlich gibt es im Deutschen keinen ausreichenden Ausdruck, um diese Empfindung zu beschreiben. Im Englischen existiert hierfür der Begriff „Awkward“, der eine peinlich-eigenartige Situation beschreibt. In den nächsten Wochen soll immer am Mittwoch ein „Beispiel von Merkwürdigkeit – Paragon of Awkwardness“ erscheinen, das verschiedene Situationen unter die Lupe nimmt und beschreibt.

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