Die Kunst, nichts zu sagen

Gewalt ersetzt keine Handlung

In fast jedem literarischen Ratgeber findet sich der Vermerk, dass Autoren doch bitte auf tautologische und unlogische Adjektive verzichten sollten. Dazu habe ich eine Meinung. „Die Kunst, nichts zu sagen“ weiterlesen

Das soll ein Dialog sein?

Dialoge gelten gemeinhin als die Königsdisziplin des Schreibens. Ein guter Dialog kann so manche Schwächen der Handlung ausgleichen. Gute Dialoge führen dazu, dass sich der Leser stärker mit den Figuren identifizieren kann. Wie ein guter Dialog aussehen kann und welche Formalitäten es zu beachten gilt, zeigt dieser Beitrag.

Die inhaltliche Gestaltung eines Romans verläuft meistens zweigleisig. Rein schematisch gliedert sich der Text auf in Beschreibungen und Dialoge. Beschreibungen helfen dabei, Orte und Eindrücke dem Leser geordnet zuzuführen. Dialoge dagegen treiben die Handlung voran. In der Interaktion der Figuren untereinander werden sie zu Persönlichkeiten, deren Eigenschaften sich in Sprachgewohnheiten niederschlagen, in einer spezifischen Wortwahl oder dem Aufbau der Sätze. Anders als beispielsweise im Theater oder im Film kann ein direkter Einblick in die Gedankenwelt eines Charakters geöffnet werden. Aus Widersprüchen in Gedanken und Taten ergibt sich ein Teil Spannung, die eine Figur zu einem Charakter werden lässt. Ähnlich wie bei Gedanken entzündet sich hier die Frage nach der Natürlichkeit der Sprache. Ein großer Fehler, der von Autoren begangen wird und auch von mir immer wieder begangen wird, ist die Annahme, Figuren müssten so gewählt wie möglich reden. Auch ich muss zugeben, dass mir einfache Sprache oft schwerfällt. Ein nützlicher Anhaltspunkt ist,  sich selbst zu fragen, ob man das genauso sagen würde wie die Figur. Andererseits muss bedacht werden, dass Dialoge auch ironisch sein können und gehobene Sprache gegebenenfalls dazu verwendet werden kann, den Dialogpartner zu kritisieren oder zu verspotten.

„Das soll ein Dialog sein?“ weiterlesen

7 ungewöhnliche #Tipps zum Schreiben eines Buchs

Selbstzweifel sind die Laster eines jeden Schriftstellers. Ich bemerkte, dass ohne Zweifel das Schaffen von Kunst nicht möglich sei. Die größte Schwierigkeit für mich war es aber stets, eine Geschichte zu finden. Nicht notwendigerweise zu erfinden. – Aus dem Nachwort von „Das Feuer des Himmels“ 

„7 ungewöhnliche #Tipps zum Schreiben eines Buchs“ weiterlesen

Handtuch-Rhetorik #1


Über die Handtuch-Rhetorik: (aus dem Un-Duden) Als „Handtuch-Rhetoriker“ werden solche bezeichnet, die sich durch das Überwerfen eines Handtuchs die Würde eines römischen Orators (Redners) aneignen können und somit sich im Glauben wiegen, den Gegner durch die Erscheinung beeindrucken zu können.

„Handtuch-Rhetorik #1“ weiterlesen

Hypotaxe oder Parataxe?


An dieser Frage scheiden sich regelmäßig die Geister. Wie keine andere Stilfrage in der Literatur beschäftigt sie die Gemüter seit Jahrhunderten, bewerfen sich die Vertreter der jeweiligen Positionen mit intellektuellen Torten.

„Hypotaxe oder Parataxe?“ weiterlesen