Die moderne Tragödie

Die moderne Tragödie

Bereits in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts verkündete der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker »Uns kommt nur noch die Komödie« bei, die antiken Tragödien hätten ausgedient und die Komödie sei die einzige Möglichkeit, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Die klassischen Tragödien der Griechen stellten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit eigenen Mythen dar und bedient sich historischer Vorbilder und sind laut Dürrenmatt »ohne Einfall«. Die Tragödie überwinde Distanz, die Komödie schaffe sie. Schuld und echte Verantwortung fänden sich nur in einer »gestalteten Welt«. Die heutige Welt dagegen hätte die persönliche »Schuld« in eine »kollektive Schuld« verwandelt (Hier spielt Dürrenmatt auf die Nachkriegszeit an). – Zitiert und bearbeitet aus: Friedrich Dürrenmatt. Theater. Diogenes Verlag.

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Septembermord Pt. II

Salve!

Da die Resonanz nach dem ersten Teil von »Septembermord« sehr groß war, folgt nun der zweite Teil! Ich war schon sehr früh von Werken wie George Orwells »1984« oder Aldous Huxleys »Brave New World« interessiert, ja regelrecht fasziniert. Meiner Meinung sind stellen dystopische Entwürfe in Kunst und Literatur den besseren Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft dar, da sie Wege in die Katastrophe zeigen und den zu interessierenden Dritten zum Nachdenken anregen (Eigentlich mal ein Thema für einen weiteren Beitrag).

Eine Warnung allerdings nach vorneweg: Ab diesem Teil nimmt die Brutalität im Werk stark zu. Gewisse, verwendete Begriffe sollen der Verdeutlichung des totalitären Regimes dienen und spiegeln nicht die Sicht des Autors wider.

Ansonsten viel Spaß!

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