Das soll ein Dialog sein?

Dialoge gelten gemeinhin als die Königsdisziplin des Schreibens. Ein guter Dialog kann so manche Schwächen der Handlung ausgleichen. Gute Dialoge führen dazu, dass sich der Leser stärker mit den Figuren identifizieren kann. Wie ein guter Dialog aussehen kann und welche Formalitäten es zu beachten gilt, zeigt dieser Beitrag.

Die inhaltliche Gestaltung eines Romans verläuft meistens zweigleisig. Rein schematisch gliedert sich der Text auf in Beschreibungen und Dialoge. Beschreibungen helfen dabei, Orte und Eindrücke dem Leser geordnet zuzuführen. Dialoge dagegen treiben die Handlung voran. In der Interaktion der Figuren untereinander werden sie zu Persönlichkeiten, deren Eigenschaften sich in Sprachgewohnheiten niederschlagen, in einer spezifischen Wortwahl oder dem Aufbau der Sätze. Anders als beispielsweise im Theater oder im Film kann ein direkter Einblick in die Gedankenwelt eines Charakters geöffnet werden. Aus Widersprüchen in Gedanken und Taten ergibt sich ein Teil Spannung, die eine Figur zu einem Charakter werden lässt. Ähnlich wie bei Gedanken entzündet sich hier die Frage nach der Natürlichkeit der Sprache. Ein großer Fehler, der von Autoren begangen wird und auch von mir immer wieder begangen wird, ist die Annahme, Figuren müssten so gewählt wie möglich reden. Auch ich muss zugeben, dass mir einfache Sprache oft schwerfällt. Ein nützlicher Anhaltspunkt ist,  sich selbst zu fragen, ob man das genauso sagen würde wie die Figur. Andererseits muss bedacht werden, dass Dialoge auch ironisch sein können und gehobene Sprache gegebenenfalls dazu verwendet werden kann, den Dialogpartner zu kritisieren oder zu verspotten.

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Wieder da!


Back again!

Am Samstag bin ich nun aus der schönen, aber sehr verregneten Insel Hibernia zurückgekehrt. Eine wenig erholsame Zeit mit einem eher ungewöhnlichen Schlafrhythmus (max. 4 Stunden Schlaf pro Tag). Einen Großteil meines Tages verbrachte ich damit, zu essen, abends bewegte ich mich unsicher durch die Stadt, da viele Pubs erst für 18-Jährige geöffnet waren. Nach meiner Rückkehr verfasste ich die sechste Folge von »Paragons of Awkwardness«, die wie immer am Mittwoch erscheinen wird. »Back to the roots« ist das Motto. Ich habe mir viele Gedanken über meinen Blog gemacht. Ich musste mir klar werden, was ich damit erreichen wollte. Bloß einen Internetauftritt für mich als Autor oder doch eine zweite Existenz im Netz? Ein wenig ziellos wirkten manchmal meine Beiträge. Es ist nicht sehr einfach, denn in meinem Kopf spukt das eine oder andere Gespenst herum. Daneben hat für mich meine Schulzeit wieder angefangen und wird eine zeitliche Belastung darstellen. Ich hoffe, dass ich wenigstens die Mittwoch-Folgen aufrechterhalten kann. Eine interessante Alternative zu »PoA« habe ich bereits im Kopf. So werde ich ein wenig Abwechslung schaffen, auch um mich durch die tristen Herbsttage zu schleppen, die zweifellos auf uns zukommen werden.

Bis dahin!

Niclas