Die Symphonie des Lebens

Beitragsbild IX


Die tausend klatschenden Hände erwuchsen zu einem himmlischen Akkord, der ihn zu seinem Flügel begleitete. Töne waren für ihn nicht nur Eines. Nicht nur Schall, es war eine andere Dimension der Wahrnehmung. In seinem Kopf verschmolzen Töne miteinander und formte eine Art Magie, die nur wenige jemals begreifen konnten. Mit zitternden Knien nahm er Platz. Mit einem Male war es ganz ruhig. Er schaute zum Himmel hoch. Man hatte die große Kuppel geöffnet, sodass der Sternenhimmel unter dem Leuchten seiner Bewohner tausendfach auf sie hinab schien. Es war eine magische Nacht. Eine Nacht, in der immer Wunder geschehen können. Es war seine Nacht.

Die »Symphonie des Lebens« ist bisher die einzige Kurzgeschichte, die ich je verfasst habe. Sie handelt von einem Pianisten, der während seines letzten Konzerts mit seinem Leben, seinem Lieben und Leiden, konfrontiert wird.

Tatsächlich bin ich heute noch überrascht, wie tragisch sie doch eigentlich ist. Verschiedenen Lesern, denen ich die Kurzgeschichte zum Lesen gab, bestätigten mir diesen Eindruck. So war es für mich auch eine große Freude, für den 3. Platz beim JuLiP-Literaturpreis ausgezeichnet zu werden. Lange hatte ich schon die Idee für eine solche Erzählung in meinen Gedanken und jener Preis bot mir eine gute Möglichkeiten, sie umzusetzen.

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